Mittwoch, 24. Oktober 2007

Ko Phi Phi – ein touristisches Paradies und den Tsunami im Hinterkopf

Ich habe nun meine Reise Richtung Süden fortgesetzt. Nach 16 Stunden Überfahrt mit Bussen und Fähren kam ich dann glücklich auf der Insel Ko Phi Phi an. Wie so oft, hatte ich keinen Plan von meinem Zielort. Aber immerhin hatte ich für die erste Nacht schon mal eine Unterkunft. Wie ihr ja schon auf den Bildern bestaunen konntet, ist Ko Phi Phi auf den ersten Blick ein kleines Paradies. Und es war verdammt warm.

Nachdem ich in meiner Unterkunft meine vielen Taschen untergebracht hatte, hab ich mich auf Entdeckungstour begeben. Die erste heiße Fährte führte mich auf den Aussichtspunkt auf einen der beiden Berge der Insel. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, gibt es auf Ko Phi Phi zwei große Berge die in der Mitte durch eine Landzunge miteinander verbunden sind. Auf dieser findet das ganze Leben der Insel statt, da es sonst kein größeres Dorf, geschweige denn eine Stadt gibt. Ein erster großer Unterschied zwischen Bangkok und Ko Phi Phi fiel mir schon auf, bevor ich die Insel je gesehen habe. Das Schiff war gefüllt mit Pauschaltouristen, alle unterwegs zu ihren Resorts oder mit dem Wunsch mit möglichst wenig Geld am meisten Party zu machen. Dazu natürlich braun werden. Aber für diesen Zweck ist diese Insel bestens geeignet, da man außer dem Tsunami Memorial Park, auf den ich nachher noch weiter eingehe werde, nicht viel machen kann. Die Insel hat sich primär auf ihren Strand und Aktivitäten wie Kanu fahren, Klettern und Tauchen spezialisiert. Wirklich einheimische gibt es hier wenige bis gar keine. Es gibt ein Dorf, mit 100 Einwohnern auf einem der beiden Berge.

Naja, jetzt hab ich schon wieder den Faden verloren.

Also, zumindest bin ich dann oben am Viewing Point angekommen und war überwältig von dem Anblick und der Schönheit dieses Blickes, welchen ich erstmal eine Zeit lang genossen habe. Es war das erste Mal richtig ruhig nach den ganzen Tagen in Bangkok, Chiang Mai und Katchanaburi. Dann habe ich ein Heft gesehn, in dem Bilder des Tsunamis waren. Eigentlich, muss ich ganz ehrlich sagen, viel mir die ganze Tragödie des Tsunamis erst auf der Fähre nach Ko Phi Phi wieder ein. Aber welche Ausmaße dieser auch auf dieser Insel hatte wurde mir dann durch dieses Heft richtig bewusst. Wenn ihr euch das Bild mal anschaut, könnt ihr euch das besser vorstellen. Die Wellen kam also von links auf die Landzunge zu und hat diese einfach vollkommen überrollt. Einfach von links nach rechts 6 Meter hoch drüber und hat es blieb fast nichts stehen. Erschreckendes Ergebnis: über 2500 Tote. So, da schluckst du erstmal und schaust dir die Insel noch und nochmals an. Dann ginge mir tausende Gedanken durch den Kopf und ich habe mir diese Situation versucht auszumalen, aber ich glaube, dass kann man gar nicht. Ab diesem Moment lag immer ein Stein auf meiner Seele, wenn ich durch die Gassen Ko Phi Phis geschlendert bin. Die übrigen Bilder waren nicht minder erschreckend. Berge von Leichen, verstümmelte Kinder, rennende Touristen und nur Schutt. Ich habe mich nachher mit einer Deutschen unterhalten, die seit 9 Jahren dort wohnt und alles „live“ miterlebt hat und das war dann noch erschreckender. Der konkrete Ablauf der Tragödie war nämlich dieser:

Am Abend vorher war der 25. Dezember, für viele Kulturen das eigentlich Weihnachten. Daher gab es eine große Feier in allen Pubs und Clubs. Daher sind die Leute am nächsten Morgen nicht so früh aufgestanden wie vielleicht sonst. Weiterhin müsst ihr wissen, dass man ungefähr 7 Minuten braucht um von der einen Strandseite des Insel auf die andere zu kommen. An den Stränden befinden sich dann die ganzen beliebten Bungalows. Klar, wer möchte nicht morgens aufstehen und direkt aufs Meer schauen können. Diese Bungalows wurden aber allen zum Verhängnis. Um knapp 10 morgens kam dann die erste Welle und hat alle noch schlafenden Bungalowbesitzer mitgerissen, diese hatten keine Chance. Aber was macht ein Tourist, wenn irgendwas passiert und er nicht selber betroffen. Er läuft natürlich zur Unglücksstelle und schießt Fotos. Als dann also die erste Welle abgeklungen war und alles Chaos versunken war, liefen hunderte schaulustige Touristen zum Strand um „schöne“ Urlaubsfotos zu machen. Was sie nicht ahnten, war das kurz danach eine zweite noch größere Welle auf den Strand zurollte. Kurz zwischendurch. Ihr dürft euch das nicht vorstellen, dass das riesen Wellen sind, die man schon von weiten sieht. Ne, diese Wellen bauen sich erst kurz vor dem Strand auf. Die ganzen Tauschschulen mit ihren Lehrern, die sich im Wasser befanden, hatten das meiste Glück. Sie haben den Tsunami nur als kurzweilige, stärkere Strömung wahrgenommen. Naja, zumindest sind die Touristen dann von der zweiten, größeren Welle alle mitgerissen worden. Das zweite Problem war, dass durch die erste Welle eine ganze Menge an Fisch an der Strand gespült wurde, den die Thais natürlich alle versuchten zu sammeln. Also war der Strand als die zweite tödliche Welle kam nicht nur voll mit Touristen, sondern auch mit Thais. Wie schon erwähnt. Ergebnis: 2500 Tote. Und jetzt lauf ich durch die Straße, über die wahrscheinlich schon Touristen wie du und ich tot gespült wurden. Irgendwie ein ungutes Gefühl. Apropos, das ganze Geld, was wir in Deutschland gespendet haben, kam natürlich nicht an. Keinen einzigen Pfennig haben die Thailänder auf dieser Insel gesehen. Aber das war ja irgendwie schon klar.

Jetzt knapp 4 Jahren danach, gebt das Leben wieder weiter. Man sieht überall Baustellen, obwohl das Bauen auf dem zerstörten Land bis heute verboten ist, aber von irgendwas müssen die Leute ja hier auch leben. Wie schon gesagt, Ko Phi Phi ist nur turistisch am Leben zu halten. Ein kleines Fleckchen Erde ist aber dem Tsunami Memorial Park gewidmet. Ein Ort an dem, glaub ich, den Tränen am nächsten ist. Hier sind Fotos der Opfer ausgestellt, mit Briefen die Freunde oder Verwandte hinterlassen haben, die Jahre später noch mal hier herkamen. Und gerade durch die Bilder wird einem echt deutlich, dass dies alles Leute wie du und ich waren, die sich dafür entschieden hatte Weihnachten mal woanders zu verbringen. Aber diese Insel zeigt sehr eindrucksvoll, dass das Leben hier weitergehen muss und auch weitergeht.

Die Hauptattraktion auf Ko Phi Phi sind wahrscheinlich die Sunset Trips zu den jeweiligen Punkten um den Insel, die man sonst nicht erreicht, da diese Insel noch nie ein Auto oder Moped gesehen hat. Diese Tour habe ich auch gemacht und sie war sehr schön. Man ist mit dem Schiff um die Insel getuckert und kam am Schluss, nach ein paar Stopps am Maya Beacht an. Dieser Strand wahr Schauplatz für die Verfilmung des Romas „The Beach“, Hauptdarsteller Leonardo di Caprio. Der Strand ist echt wunderschön, wie ihr ja wieder auf den Bildern sehen könnt.

Noch ein Unterschied zu Bangkok: Kein einziger buddistischer Tempel, sondern nur eine Moschee, da alle Einwohner hier muslimisch sind.

Nach drei Tagen ausgiebigen Touristenschwärmen war es mir dann genug und ich habe mich entschieden auf die andere Seite Thailands zu fahren. In Richtung Ko Tao.

Der Bericht von dort kommt bald.

Samstag, 13. Oktober 2007

Oh mein Buddha!

Puh geschafft!! Ich habe jetzt 3 Tage Trekking durch den Thailaendischen Dschungel hinter mir. Zu Fuss, auf Elefanten und Bambusbooten. Es war einmalig. Gewusst habe ich vorher nicht viel darueber. Angefangen hat alles mit einer 12 stuendigen Busfahrt in die Stadt Chiang Mai, im Norden von Thailand. Gott sei Dank haben mir schon andere Backpacker den weisen Tipp gegeben, dass ich meine Wertsachen alle mit nach oben in den Bus nehmen soll, da die Busfahrer dafuer bekannt sind eine zweite Tuer zum Laderaum zu haben und wenn dann alle schlafen, krabbelt mal schnell einer rein und schaut sich in den Taschen um. Dafuer kostet die Fahrt auch nur 4 Euro. Risiko kann teuer werden. Als wir angekommen waren, wurden wir alle auf der Ladeflaeche eines Transportes in Richtung Dschungel gebracht. Dort warteten dann Elefanten auf uns, um uns den ersten Weg durch das Gruen zu transportieren. Auf Elefanten zu reiten ist um einiges angenehmer als auf Kamelen. Sie schaukeln nicht so von einer Seite zur anderen. Waehrend dieses ersten Rittes konnten wir uns schonmal diese wunderbare Landschaft anschauen. Es ist alles gruen im Norden von Thailand, gerade jetzt da es sehr oft und viel regnet. Was mir vor der Abfahrt nicht bewusst war, war das ich 3 Tage komplett ausserhalb der Zivilisation sein werde.
So begann also die erste Wanderung ueber 3 Stunden. Die Gruppe war sehr durchgemischt. Von Englaender ueber Australien, einen Taiwanesen und 2 Spaniern. Die Wanderung fuehrte uns richtig durch den Dschungel, vor uns her lief der Guide mit der Manschete um uns den Weg frei zu machen, vorbei an Bananenstauden und Wasserfaellen, ueber Fluesse ( die Schuhe blieben natuerlich an) und viel viel Matsch. Das Problem, das wir die ganzen 3 Tage hatten war der Boden. Der bestand meist aus einer Art Lehm und dieser war durch die anhaltenden Regefaelle unglaublich ruschtig. So legte es uns reihenweise richtig auf die Nase. Aber das machte die ganze Exkursion noch spannender. Ein bisschen Abkuehlung fanden wir dann an einem Wasserfall. Das sollte aber auch das letzte Mal in den naechsten 3 Tagen sein, dass ich mit einigermassen sauberen Wasser in Beruehrung kam. Nach ein paar Fotos ging es dann weiter. Unseren Sachen waren jetzt schon alle komplett durchnaesst und dreckig. Nach nocheinmal 3 Stunden Wanderung kamen wir dann abends in einem kleinen Bergdorf an, in dem wir unsere Nacht verbrachten. Das war echt der Hammer. Wir haben in einer kleinen Huette uebernachten, alle 14 Leute zusammen. Diese Huette stand auf stelzen und unter den Stelzen waren Schweine angebunden. Um die Huette herum liefen die Huehner frei rum. Und keine dieser beiden Tierarten hatte wirklich lust nachts zu schlafen. Hinzu kam noch ein heftiger Regen auf das mit Blaettern gebaute Dach. Es war eine unruhige aber sehr spannende Nacht. Zuvor kochten uns die Guides noch lecker Pa Thai ( sowas wie gebratene Nudeln mit Gemuese und Huhn). Den Abend verbrachten wir dann noch mit Streichholzspielen und Trinken von thailaendischem Bier. Einer der Guides liess uns auch vom Reiswhiskey probieren, der aber sehr abscheulich schmeckt. Dieser wird in den doerfern illegalerweise angebaut.
Am naechsten Morgen gab es dann Pfannkuchen mit Bananen gefuellt und dann ging es, wie so oft hier in Thailand mit 2 Stunden Verspaetung los. Den zweiten Tag verbrachten wir durchwegs mit Erkundung des Dschungels. Diese Sachen wurden dreckiger und wir immer fertiger. Also so eine Wanderung hatte ich noch nicht in meinem Lebenslauf. Es war echt heftig. Mittagessen konnten wir auch mitnehmen, und zwar wieder Nudeln, aber eingepackt in Bananenblaettern und mit einem Strick zusammengeschnuert. Da wir kein Besteck mitdabei hatten wurden uns schnell Bambus aus dem Wald zu Staebchen umfunktioniert.
Die zweite Nacht verbrachten wir in einer Holzhuette neben einem Wasserfall, sodass wir wieder eine gewisse Geraeuschkulisse hatten. Die Klos waren wie immer Plumpsklos mit einem Wassereimer zum spuelen. Abendessen gab es wie am Vorabend im sitzen oder liegen auf der Veranda der Holzhuette. Auch wird die Stimmung durch das Ausziehen der Schuhe und das Hinsetzen unglaublich persoenlich.
Am dritten Tag machten wir dann noch eine Bambusboottour durch den Dschungel.
Insgesamt waren diese 3 Tage echt beeindruckend. Am meisten hat mich beeindruckt wie die Dorfbewohner ihr leben da oben meistern. Ganz ohne strom, geschweige denn Internet oder handys. Und alle lachen sie durchwegs und sind gut drauf. Da wir als deutsche mit Freundlichkeit ja nicht wirklich prahlen koennen, heisst es ja immer, dass in den anderen Laender die Leute so freundlich. Aber so wie hier in Thailand ist mir das noch nie aufgefallen. Hier bist du nie allein.
Also bis zum naechsten Mal. Ich mach mich morgen frueh auf in die Region um Kanchanaburi. Dann gibt es wieder mehr zu erzaehlen.

Montag, 8. Oktober 2007

Von Buddhas, Israelis und dem Koenig

Jetzt habt ihr ja sogar 2 Tage schon nichts mehr von mir gehoert.
Ich bin jetzt in die Innenstadt gezogen, und hier ist Wlan fuer meinen Laptop nicht drin. Mein Zimmer ist auch um einiges kleiner, dafuer zahl ich nur 4 Euro (ohne Fenster). Ich bin jetzt in der Kaosan Road. Das ist die Bagpackerstrasse Bangkoks. Leider wusste ich das die Tage davor nicht. Der grosse Nachteil ist, dass es hier sehr sehr turitisch zugeht, auf der anderen Seite ist fuer alles gesorgt was das Bagpackerherz braucht. Supermaerkte, pubs, Rucksacklaeden und vieles mehr. Der Vorteil ist man lernt hier unglaublich schnell neue Leute kennen. So kam ich gestern, kaum war ich angekommen, mit drei Isralis ins Gespraech, weil ich wissen wollte ob sie mir einen Tipp zum uebernachten geben koennten. Zu diesen Zeitpunkt war ich schon gut einanderhalb Stunden mit 3 grossen Taschen unterwegs gewesen. Die Israelis baten mir daraufhin spontan an mit zu ihrer Herberge zu kommen. Dort blieb ich dann auch. Es ist sehr interessant dort, da diese Herberge nur von Israelis bewohnt wird. Auch die Laeden nebenan sind alle auf hebraeisch voll plakatiert. Beim Abendessen kamen wir dann so ins Gespraech. Die 3 hatten alle grade ihren 3(!!!)-jaehrigen Militaerdienst abgeleistet. In Israel muss jeder, also wirklich jeder Mann nach der Schule 3 Jahre lang zum Militaer. Die Frauen uebrigens muessen auch 2 Jahre. Und das Militaer ist dort nicht wie in Deutschland ein grosses Zeltlager. Nein, die 3 mussten an die Front fuer lange Zeit, da Israel sehr viele Feinde hat, wie sie immer sagten. So kaempfte der eine gegen Palaestina, als der anderen an der Front zum Libanon versuchte die Hisbollah zurueckzuhalten.
Irgendwann unterbrach uns dann ein Rabbhi, der die 3 fragte ob sie die Tefelin machen wollten. Dabei schnueren sie sich Lederbaender um den Arm und den Kopf und haben dann auf der Stirn ein Juedisches Symbol. Daraufhin beten sie still ein Gebet, welches auf einem Kaertchen steht. Das alles mittem im Restaurant. Naja, wie gesagt, wir Katholiken nehmen unseren Glauben nicht wirklich so ernst. Das merke ich hier immer wieder.
Am Abend war ich dann mit einer Grupe von Englaender, Kanadiern und Thailaender was trinken. Da ich dieses Mal auch Kontakt hatte zu Thailaender konnte ich sie ein bisschen ausfragen. Einer meiner Lieblingsthemen: der Koenig. Schonmal vorweggenommen. Heute hatten alle Thailaender das gelbe T-Shirt an, auf dem lang lebe der Koenig steht und wenn sie keins hatten, zogen sie ein anderes gelbes T-Shirt an. Und warum? Ist doch ganz klar, weil heute montag ist. Und was fuer ein Montag? Ein ganz normaler. Diese T-shirts ziehen die Thailaender jeden Montag zur Huldigung des Koenigs an. Der Koenig hat hier im Lande wirklich keine Gegner, also es gibt keine Opposition. Alle lieben ihn, da er in den vergangenen Jahren sehr sehr viel fuer die arme Bevoelkerung getan hat und eigentlich ganz normal wie alle anderen ist. Das mit den Fahnen verstand ich nach der Antwort auf meine Frage immer noch nicht.
Gestern war ich zudem noch auf dem grossen Wochenendmarkt, dem Chatuchak-Markt. Dies ist ein Markt auf dem alles verkauft wird von gefaelschter Kleidung, ueber Essen bishin zu Hundewelpen und Babyhasen. Also der Tierschutzbund sollte dort besser nicht auftauchen.
Der Wat Pho Tempel war heute mein Ausflugsziel. Hier ist ein liegender Buddha mit einer Laenge von 42 Meter aufbewahrt. War echt sehr sehr geil....Auf dem Gelaende befanden sich noch mehrere sehr schoene Tempel. Ich bin immer faszieniert von der Stimmung in den buddhistischen Tempel. Die Stimmung ist so andaechtig, ruhig und friedlich. Das ganze wird noch verstaerkt dadurch, dass man vorher seine Schuhe auszieht und dann alle auf einem grossen Teppich sitzen. Christen, Muslime, Hindus und Buddisten alle gleichzeitig. Vielleicht liegt es ja daran, dass die Buddhastatuen immer grinsen. Dies strahlt diese blumig heitere und lebensfrohe Kraft dieser Religion aus. Am Ende ist es aber gleich welcher Religion man angehoert. Alle finden hier zusammen den wohlverdienten Frieden und ein paar ruhige Minuten in der ganzen Hektik dieser monstroesen Stadt.
Morgen abend kehr ich dann Bangkok den Ruecken zu und fahre mit einer Gruppe in den Norden, in die Region um Chiang Mai. Dort erwarten mich dann 3 Tage volles Programm. Von Elefantentour, ueber Bambuskanurafting, Dschungeltouren und und und...Am Ende der Tour werde ich mich dann von der Gruppe trennen und noch auf eigene Faust den Norden erkunden....mal schaun wie.
So jetzt lass ich euch mal wieder in Ruhe....Die naechsten Tage werdet ihr wahrscheinlich nicht so viel von mir hoeren.

P.S.: Bilder gibt es sobald ich ein Internetcafe gefunden habe bei dem ich die Bilder auf hochladen kann.

Samstag, 6. Oktober 2007

sà wàt dii!


sà wàt dii,

So jetzt habe ich den ersten Tag hier in Bangkok hinter mich gebracht. Erster Eindruck: Das ist die verrückteste und anstrengste Stadt in der ich bisher bin. Auf der eine Seite ist die Stadt hochmodern, auf der anderen doch so arm. Angefangen bei dem Skytrain, der die Menschen über die völlig überfüllten Staßen führen soll, bis zum Grand Palace, in dem der König verweilt, zeigt sich wo das Geld der Thailändischen Regierung bleibt. Der König wird wie schon erwähnt überall abgebildet, sei es auf den Geldscheinen oder an allen Straßenecken auf Plakaten. Die Fahne der Königsfamilien hängt neben jeder Thailändischen. Man denke mal darüber nach wie affig es wäre in Deutschland überall ein Bild von Prinz Ferdinand oder irgendsoeinem Fürst von Bayern hängen zu haben. Aber mit Oberhäupten im Allgemeinen wird hier in Bangkok gläubiger umgegangen. So befindet sich in der Ubahn bevor man wieder das Tageslicht erblickt ein Schrein, an dem man öfters mal einen Thailänder kurz eine Minute inne halten sieht. Diese Schreine, die dazu dienen Geister zu besänftigen, stehen hier an sehr unterschiedlichen Stellen. An Straßenecken, in KFZ-Meistereien, in Restaurant. So ist der Buddismus hier viel mehr in den Köpfen der Leute verwurzelt als es in Deutschland der Fall ist. Der Glaube ist hier glaubwürdiger. In den Tempel knien die Leute vor ihren Buddhastatuen in der Mittagspause und betten wahrhaftig. In Deutschland ist es, meiner Meinung nach meist nur noch ein guter Brauch Sonntags die Kirche zu betreten. Im sonstige Leben muss die Religion aber dann der Realität weichen. Hier steht viel mehr dahinter Buddist zu sein. Mich hat überrascht, dass man hier sehr oft Mönche auf der Straße sieht, unschwer zu erkennen an der orangenen Robe. Diese werden dann sehr ehrfürchtig behandelt. So steht in der Metro überall an denen Wänden, man soll hilfsbedürftige zuerst sich ein Platz suchen lassen. Zu Hilfsbedürftigen zählen Kinder, Alte, Schwangere und die Mönche. Eine heiter Sache noch zum Buddhismus. Beten muss man hier nicht unbedingt selber. Man muss einfach das genügende Kleingeld in einen Apparat vor der Buddhastatue werfen, sodass diese laut anfängt ein Gebet zu sprechen.

Unten sind die Betmaschinen

Gesehen habe ich heute primär viel Chaos. Autoverkehr, schreiende Leute, viel Dreck. Aber das macht das ganze interessant. Aber als Bürger aus einem Dorf wie Spardorf, ist man am Anfang sehr überfordert. Ich war ja schon viel unterwegs in der Welt. Aber an einem Ort, an dem die Schrift eine völlige andere ist und an dem einen nicht jeder direkt versteht, war ich noch nicht. So bestellt man sein Essen, indem man sagt, man möchste das, was der Nebenmann auch hat, weil die Speisekarte, falls es überhaupt eine gibt, kann man eh nicht lesen. Man muss allen ein bisschen mehr vertrauen als in Deutschland.

Das ist ein Túk Túk
Meine erste Túk Túk-Fahrt habe ich auch überlebt. Túk Túks sind kleine Gefährte, mit 3 Rädern auf denen man hinter dem Fahrer sitzt. Diese schlängeln sich dann förmlich durch den Verkehr. Ist sehr aufregend, aber man kriegt viel mit von Bangkok. Man muss hier sehr viel Zeit einplanen um von A nach B zu kommen, da es hier keinen normalen Verkehrsfluss gibt.



Ich war heute dann noch im Grand Palace und im Wat Phra Kaew. Ich denke mal, dass das dies Hauptatraktion von Bangkok ist. Hier befindet sich die große Tempelanlage und die Regierungsgebäude der Stadt. So viel Gold an einer Stelle, hab ich noch nie gesehn. Es ist alles sehr sehr prunkvoll, aber auch sehr turistisch. Im Tempel Wat Phra Kaew befindet sich der Smaragdbuddha, der einer der Pilgerstädte eines jeden Buddhisten ist. Wie eigentlich in allen Räumen Thailands muss man erst seine Schuhe ausziehen und muss sich dann direkt hinknien, darauf wird penibel durch das Militär geachtet. So kann man sich das ganze Gebäude dann aus der knienden Position heraus betrachten. Sonst war heute nicht sehr viel mehr zu beobachten. Ich wünsch euch allen einen schönen Sonntag!

laa kàwn

Freitag, 5. Oktober 2007

Ankunft in Bangkog

Ankunft!

Hey,

Ich bin jetzt gerade in meiner ersten Jugendherberge in Bangkok eingetroffen. Bisher gibt es noch nicht viel zu erzählen. Den Flug habe ich komplett verschlafen. Auf dem Flieger waren aber widererwartende ältere Europäer mit Goldkettchen, die sich wahrscheinlich auf den Weg gemacht haben ein bisschen Liebe in Thailand zu ergattern.

Eins muss ich noch rauskriegen. Nämlich was das Hakenkreuz in Thailand für eine Bedeutung hat, da, kaum war ich in der Ankunftshalle am Flughafen angekommen, sag ich direkt eine Thai mit einem vergoldeten Hakenkreuz um den Hals. Es war exakt das selbe, welches uns wohl bekannt ist. Außerdem fiel die Liebe des Thailandischen Volkes zu ihrem König auf. Auf jedem der Finger am Flughafen, welche zu den Flugzeugen führten, war ein Bild des Königs angebracht mit dem Slogan: Long live the king.

Einkaufen war ich grad auch schon. Für 3 Euro kriege ich hier: 1 große Flasche Wasser, einen grünen Tee, eine Flasche Bier, einmal Wasabierbsen, zweimal Brote mit Hühnchenfüllung und mein Abendessen, gebratene Nudeln mit Hühnchen. So kanns weiter gehn.

Das einzige schwierige ist die, dass komplett alles in Thailändischer Schrift über steht, nichts auf englisch. Das macht es für mich nicht unbedingt einfacher.

Naja...ich mach mich mal auf ein paar Leute kennen lzu ernen, sonst seh ich mich heute abend noch hier im Hotel weit außerhalb von Bangkok vor dem thailändischen Fernsehen dahinvegetieren.

Bis denn