Donnerstag, 28. Februar 2008

Fraser Island

Fraser Island

Fraser Island

Eines der Highlights jedes Australientrips ist Fraser Island. Bei dieser Insel handelt es sich um die größte Sandinsel der Welt. Ich hatte, um dieses Paradies zu erkunden eine „Self Drive Safari“ gebucht. Das bedeutet, dass wir als Gruppe, 11 Leute, eine Fahrzeug mit Allradantrieb, sowie Karten zur Verfügung bekommen haben. Der Rest des Trips hing aber von der Gruppe und deren Wünsche ab. Das Fahrzeug war ein Land Cruiser, in dem vorne drei Leute sitzen konnten und hinten acht sich gegenüber saßen.
Nachdem wir alle zusammen besprochen hatten, was wir die Tage essen wollten, gingen wir einkaufen. Wir hatten für die 3 Tage 20 Dollar pro Kopf zur Verfügung, daher mussten wir versuchen mit dem Nötigsten auszukommen. Uns wurden Zelte und Küchenutensilien zur Verfügung gestellt.
Am Sonntagmorgen befuhren wir dann die Fähre, die uns nach Fraser Island bringen sollte. Glücklicherweise war einer unsere Gruppenmitglieder schon ein bisschen erfahrener mit 4WD Wägen, sodass er sich zuerst hinters Steuer setzte. So düsten wir das erste Mal mit 80 km/h über den Strand. Auf Fraser Island gibt es keine Straßen, Dörfer oder irgendwelche Zivilisation, außer den vielen Touristen. Gegen Mittag erreichten wir Lake McKenzie. Ich dachte mir, dass es sich hierbei um einen weiteren See handelt, wie ich schon so viele auf meiner Reise gesehen. Da war ich aber weit gefehlt. Dadurch dass die Insel komplett aus Sand besteht wird das Regenwasser extrem gut gefiltert und fließt am Ende in den Lake McKenzie. Das Wasser hier ist glasklar und sehr gut für die Haut. Um den See befindet sich ein schneeweißer Strand. Das ist eine wirkliche super Perspektive, wenn man auf dem weißen Sand sitzt, das blaue, klare Wasser vor sich hat und dahinter wieder den wunderschönen grünen Regenwald sehen kann. Das Wetter hatte uns auch einigermaßen in die Karten gespielt, zumindest regnete es mal nicht. Wir haben uns dann noch den nahegelegenen Urwald angeschaut, bevor wir einen Platz zum Aufstellen der Zelte gefunden haben. Es ist schon echt schön im Dschungel zu übernachten, da dieser nie schläft und man immer die Insekten und andere Tiere hört. Man muss auf der ganzen Insel vorsichtig sein, wenn man Essenreste oder Müll irgendwo liegen lässt, da die Insel von Dingos bewohnt wird. Diese Dingos sind wilde Hunde, die sehr aggressiv werden können, sobald man ihnen zu nahe kommt. Auf Fraser Island wurde sogar schon ein Kleinkind von einem Dingo getötet.
Am nächsten Morgen mussten wir schon früh, gegen halb acht, aufbrechen, da am späten Vormittag die Flut den Strand beanspruchte und wir durften nicht durch Salzwasser fahren, um das Auto zu schonen. Daher besuchten wir am Morgen einen weiteren wunderschönen See und relaxten erstmal, um noch ein wenig Schlaf nachzuholen. Um zwei Uhr nachmittags hatten wir wieder grünes Licht, um den Strand zu befahren. So folgten wir unserem Zeitplan Richtung Norden bis zum Indian Head, dem nördlichsten Punkt unserer Reise. Die Natur ist für mich sehr schwierig zu erklären, sodass ihr euch am besten einfach die Bilder anschaut.
Am Nachmittag besuchten wir noch das Wrack des Schiffes Maheno, welches hier vor 75 Jahren gestrandet ist und seitdem dort sein Leben mit Roste verbringt. Zwischendurch ist uns das Auto immer mal wieder eingegraben und wir mussten es wieder befreien.
Diese zweite Nacht haben wir am Strand gezeltet. Eine einmalige Erfahrung. Der Himmel riss dann und wann mal auf, sodass uns der Blick zum Sternenhimmel genehmigt wurde. Nach kurzen Suchen des großen Wagens, fiel uns mal wieder auf, dass wir ja auf der anderen Seite der Erde sind. Ein tolles Gefühl.
Der dritte Tag bestand dann im Wesentlichen nur noch aus Beachdriving und Herumliegen an Stränden und Seen, bevor uns die Fähre am Nachmittag wieder aufs Festland brachte.
Ach so, zwischendurch bin ich auch mal gefahren. Ich habe aber ganz schön kämpften müssen. Das erste Mal Auto fahren nach einem halben Jahr, mit dem Lenkrad auf der „falschen Seite“ und dann durch die erbarmungslosen Inlandtracks, in denen man teilweise gar keine Kontrolle mehr über den Wagen hat, da er durch den Sand, wie auf Schnee dahin gleitet. Und man hat immer die Verantwortung über das Auto, die 11 Gruppenmitglieder und unserer ganzen Utensilien auf dem Dach im Hinterkopf. Ich wollte die Erfahrung mal gemacht haben und ich habe sie gemeistert.
Insgesamt waren es wunderschöne 3 Tage auf Fraser Island mit vielen lieben netten Leuten, die ich kennen lernen durfte. Am Freitag geht es für mich 3 Tage auf ein Schiff durch die Whitsundays.
Bis dann

Mittwoch, 27. Februar 2008

Freitag, 22. Februar 2008

Sonntag, 10. Februar 2008

Toowoomba 2

Sonnenuntergang Toowoomba

Das bunte Theater ums weisse Haus

Hillary vs. Obama. Mein Gott, ist da die verantwortungsvolle Entscheidung, die Amerika in diesem Jahr zu treffen hat hart. Welches Wahlprogramm enthält das spektakulärste Entertainmentprogramm. Wer kann rhetorisch und theatralisch am besten überzeugen.

Darüber hinaus dreht sich alles um die Frage, ob die Weltmacht Amerika in Zukunft durch eine Frau oder durch einen Mann afroamerikanischer Abstammung regiert wird. Die Entscheidung wird immer schwieriger. Ich bin so froh in dieser Zeit kein amerikanischer Staatsbürger sein zu müssen.

„Es brauchte einen Clinton um das Chaos von Bush sen. zu beseitigen. Nun braucht es eine zweite Clinton um nach der jetzigen Bush Ära wieder klar Schiff zu machen“, klingt es von der einen Seite. Hillary versucht sich in der Metamorphe der First Lady in die neue Präsidentin der USA. Von Seiten Obamas kann man einen frischen, jugendlichen Wind der Veränderung für ein neues, besseres Amerika, spüren. Eins haben die beiden Kontrahenten aber gemein. Sie haben auf ihrer Agenda stehen, den USA in der Welt wieder ein besseres Gesicht zu geben. Viel Glück.

Hillary vs. Obama. Zwei arme Marionettenfiguren in der Hand von politischen Beratern und millionenschweren Lobbyisten, deren jede Stimme kostbar ist, um ihre wirtschaftlichen Ideen durchzusetzen. Da sind 32 Millionen Dollar an einem Tag, um die entscheidende Wahlkampfphase vor dem „Super Tuesday“ ein wenig zu pfeffern, eine lohnenswerte Investition. Schade, dass man intelligente, innovative Ideen und Meinungen nicht mit Geld erlangen kann. Aber darum geht es doch auch bei den Wahlen in den USA nicht. Es geht ums Entertainment. So heißt es weiterhin fleißig Schilder in die Kameras halten, damit keiner vergisst wie die Kandidaten heißen.

Der Wahlkampf teilt sogar prestigeträchtige Familien in zwei Lager. Die eine Seite der Kennedys, in Gestalt von Ted Kennedy befürwortet die Kandidatur Obamas. Die Tochter JFK´s und jetzige Ehefrau des kalifornischen Gouverneurs, der früher eher mit Maschinengewehren und Muskeln gespielt hat als mit den Fragen der Journalisten, steht auf der Seite Hillarys.

Eins aber haben die Vorwahlen bisher schon erreicht. Sie haben das Interesse für Politik in den USA bei der Bevölkerungsschicht der unter 30 jährigen geweckt. Es geht immerhin nicht mehr um die langweilige, gegensätzlichen politischen Meinungen und Standpunkte. Vielmehr geht um Schwarz gegen Frau. Die Journalisten in den Talkshows diskutieren über die Zeit Hillarys nach dem Bekanntwerden der Affäre ihres Gatten mit der Praktikantin Monica Lewinsky. Wie ging eine Frau im Rampenlicht mit einer so prekären Situation um.


Ach ja, auf der republikanischen Seite kämpft noch John McCain, der siegessicher lächelnde Vietnamheld. Viel wird um ihn nicht geschrieben. Keine Skandale, kein Interesse. Immerhin hat er im Wahlkampf ein leichteres, Herz und Nerven schonendes Leben, da seine politischen Verfolger im gleichen Lagern durch falsch punktierte Wahlkampfpolitik oder zu aggressiv konservatives Fundamentalchristentum in den bisherigen Vorwahlen das Nachsehen hatten. So kann McCain getrost jeden neuen Staat entgegenfiebern, der ihm einen neuen erdrutschartigen Sieg im Lager der Republikaner bescheren wird. Sein Lächeln ist dann zumindest authentisch und vielleicht hält es ja an bis zur Präsidentschaftswahl im November, wenn es dann heißt: Kein Afroamerikaner, keine Frau, sondern nur ein Mann als Präsident der USA. Fortsetzung der Serie, „ein buntes Theater ums weiße Haus“ folgt 2012. Es könnte die teuerste Produktion einer „Volksverarsche“ sein, die jemals produziert wurde. Aber der gemeine Amerikaner kann sich schon mal auf mehr Action und Spannung freuen. Dafür wird sicher gesorgt. „The show must go on!“

Freitag, 8. Februar 2008

Ein Lebenszeichen von der Salatfarm


Ich melde mich mal wieder von meiner Salatfarm, damit ihr alle wisst, dass ich noch lebe.

Mein Leben plätschert so dahin. Leider konnten wir die letzten zwei Tage durch Regen nicht arbeiten. Ja Regen. Hier Toowoomba wird dies freudig erwartet, bei 11% Restbeständen. Aber wenn es dann regnen, dann aber gescheit. So wurde hier alles überflutet und die Arbeit heute war matschig, nass und sehr dreckig. Dazu kam noch, dass wir die Bestände der zwei verlorenen Tage wieder aufholen musste. Die Fastfoodketten wollten nicht auf ihren frischen Salat verzichten. Daher hieß es heute noch eine Schippe Kohle drauf legen.

Schade ist halt, dass man die Freizeit hier nicht wirklich konstruktiv nutzen kann. Viel ist nicht zu bewundern in Toowoomba. Und auch das große Schoppingcenter wird irgendwann langweilig. So hängen wir leider die meiste Zeit im Haus rum, schauen fern und lesen. Manchmal mache ich mich noch auf den 20 Minuten Weg Richtung Internetcafe, um mich bei euch zu melden.

Jetzt habe ich noch eine Woche hier, inklusive meines Geburtstages, bevor es dann weiter geht Richtung Noosa Everglades. Dann kommen auch wieder spannendere Blogs als dieser.

Bis dann