Samstag, 13. Oktober 2007

Oh mein Buddha!

Puh geschafft!! Ich habe jetzt 3 Tage Trekking durch den Thailaendischen Dschungel hinter mir. Zu Fuss, auf Elefanten und Bambusbooten. Es war einmalig. Gewusst habe ich vorher nicht viel darueber. Angefangen hat alles mit einer 12 stuendigen Busfahrt in die Stadt Chiang Mai, im Norden von Thailand. Gott sei Dank haben mir schon andere Backpacker den weisen Tipp gegeben, dass ich meine Wertsachen alle mit nach oben in den Bus nehmen soll, da die Busfahrer dafuer bekannt sind eine zweite Tuer zum Laderaum zu haben und wenn dann alle schlafen, krabbelt mal schnell einer rein und schaut sich in den Taschen um. Dafuer kostet die Fahrt auch nur 4 Euro. Risiko kann teuer werden. Als wir angekommen waren, wurden wir alle auf der Ladeflaeche eines Transportes in Richtung Dschungel gebracht. Dort warteten dann Elefanten auf uns, um uns den ersten Weg durch das Gruen zu transportieren. Auf Elefanten zu reiten ist um einiges angenehmer als auf Kamelen. Sie schaukeln nicht so von einer Seite zur anderen. Waehrend dieses ersten Rittes konnten wir uns schonmal diese wunderbare Landschaft anschauen. Es ist alles gruen im Norden von Thailand, gerade jetzt da es sehr oft und viel regnet. Was mir vor der Abfahrt nicht bewusst war, war das ich 3 Tage komplett ausserhalb der Zivilisation sein werde.
So begann also die erste Wanderung ueber 3 Stunden. Die Gruppe war sehr durchgemischt. Von Englaender ueber Australien, einen Taiwanesen und 2 Spaniern. Die Wanderung fuehrte uns richtig durch den Dschungel, vor uns her lief der Guide mit der Manschete um uns den Weg frei zu machen, vorbei an Bananenstauden und Wasserfaellen, ueber Fluesse ( die Schuhe blieben natuerlich an) und viel viel Matsch. Das Problem, das wir die ganzen 3 Tage hatten war der Boden. Der bestand meist aus einer Art Lehm und dieser war durch die anhaltenden Regefaelle unglaublich ruschtig. So legte es uns reihenweise richtig auf die Nase. Aber das machte die ganze Exkursion noch spannender. Ein bisschen Abkuehlung fanden wir dann an einem Wasserfall. Das sollte aber auch das letzte Mal in den naechsten 3 Tagen sein, dass ich mit einigermassen sauberen Wasser in Beruehrung kam. Nach ein paar Fotos ging es dann weiter. Unseren Sachen waren jetzt schon alle komplett durchnaesst und dreckig. Nach nocheinmal 3 Stunden Wanderung kamen wir dann abends in einem kleinen Bergdorf an, in dem wir unsere Nacht verbrachten. Das war echt der Hammer. Wir haben in einer kleinen Huette uebernachten, alle 14 Leute zusammen. Diese Huette stand auf stelzen und unter den Stelzen waren Schweine angebunden. Um die Huette herum liefen die Huehner frei rum. Und keine dieser beiden Tierarten hatte wirklich lust nachts zu schlafen. Hinzu kam noch ein heftiger Regen auf das mit Blaettern gebaute Dach. Es war eine unruhige aber sehr spannende Nacht. Zuvor kochten uns die Guides noch lecker Pa Thai ( sowas wie gebratene Nudeln mit Gemuese und Huhn). Den Abend verbrachten wir dann noch mit Streichholzspielen und Trinken von thailaendischem Bier. Einer der Guides liess uns auch vom Reiswhiskey probieren, der aber sehr abscheulich schmeckt. Dieser wird in den doerfern illegalerweise angebaut.
Am naechsten Morgen gab es dann Pfannkuchen mit Bananen gefuellt und dann ging es, wie so oft hier in Thailand mit 2 Stunden Verspaetung los. Den zweiten Tag verbrachten wir durchwegs mit Erkundung des Dschungels. Diese Sachen wurden dreckiger und wir immer fertiger. Also so eine Wanderung hatte ich noch nicht in meinem Lebenslauf. Es war echt heftig. Mittagessen konnten wir auch mitnehmen, und zwar wieder Nudeln, aber eingepackt in Bananenblaettern und mit einem Strick zusammengeschnuert. Da wir kein Besteck mitdabei hatten wurden uns schnell Bambus aus dem Wald zu Staebchen umfunktioniert.
Die zweite Nacht verbrachten wir in einer Holzhuette neben einem Wasserfall, sodass wir wieder eine gewisse Geraeuschkulisse hatten. Die Klos waren wie immer Plumpsklos mit einem Wassereimer zum spuelen. Abendessen gab es wie am Vorabend im sitzen oder liegen auf der Veranda der Holzhuette. Auch wird die Stimmung durch das Ausziehen der Schuhe und das Hinsetzen unglaublich persoenlich.
Am dritten Tag machten wir dann noch eine Bambusboottour durch den Dschungel.
Insgesamt waren diese 3 Tage echt beeindruckend. Am meisten hat mich beeindruckt wie die Dorfbewohner ihr leben da oben meistern. Ganz ohne strom, geschweige denn Internet oder handys. Und alle lachen sie durchwegs und sind gut drauf. Da wir als deutsche mit Freundlichkeit ja nicht wirklich prahlen koennen, heisst es ja immer, dass in den anderen Laender die Leute so freundlich. Aber so wie hier in Thailand ist mir das noch nie aufgefallen. Hier bist du nie allein.
Also bis zum naechsten Mal. Ich mach mich morgen frueh auf in die Region um Kanchanaburi. Dann gibt es wieder mehr zu erzaehlen.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

schon lange nichts mehr geschrieben ist es auf phi phi island so stressig oder gibts da nichts zu erzählen. die bilder sehen auf jeden fall super aus uschi